„Sympathisch, stets fair und niemals überheblich“ so beschreibt der Obmann des Kegelsportklubs Ötz, Ludwig Klotz, seinen besten Sportler im Verein. Dem am 5. April 1982 in Zams geborenen Armin Scheiber wurde das Sportkegeln in die Wiege gelegt: aufgewachsen in Umhausen im Ötztal im gleichen Haus, in dem sich die Kegelbahn befand, erlernte er beim dort ansässigen Verein bereits mit 12 Jahren das Sportkegeln, ehe er nach Auflösung dieses Vereins zu den benachbarten Ötzern wechselte. Scheiber zeichnet sich durch seine konsequente Einstellung zu allem was er angreift aus, steckt dadurch selbst seine Ziele sehr hoch und gibt nicht auf, bis er sie erreicht hat. Der gelernte Fliesenleger und Ofensetzer nahm beim Lehrlingswettbewerb teil und wurde dabei gleich Landes- und Bundessieger und vertrat damit Österreich bei der Lehrlingsweltmeisterschaft. Aufgrund seiner herausragenden Qualifikationen, die er sich in zahlreichen Weiterbildungen oder durch Selbststudium aneignete, besetzt der junge Ötztaler heute den Posten eines Gebietsleiters bei der Firma Reca.
Der Kegler Scheiber, der durch seine sportliche Fairness besticht, ist bei seinen Gegnern enorm gefürchtet, spielte er doch in den letzten Jahren fast in einer eigenen Klasse. Zahlreiche Einzelbahnrekorde sprechen Bände. In den Spielsaisonen 2007/08, 2008/09, 2009/10 war er immer schnittbester Spieler der Liga, und jeder der die damalige Heimbahn des KSK Ötz kannte, weiß was es bedeutet, dort einen Heimschnitt von 567,6 Kegel zu haben! Sein letztjähriger Gesamtschnitt betrug 571,7 und der Auswärtsschnitt 591,9 Kegel! Der Sportkegler und Funktionär (Sportkapitän) hatte damit natürlich maßgeblichen Anteil an den großen Erfolgen des KSK Ötz und wird von seinen Kameraden auch deshalb als vorbildlicher Teamplayer beschrieben, da er unter anderem die Mannschaft auch in schwierigsten Situationen nicht im Stich lässt!
Dem durchtrainierten Naturburschen, der als Tiroler natürlich auch in den Bergen zuhause ist und sich dort bei Schitouren, beim Schifahren oder auch beim Radfahren erholt und sich gleichzeitig die nötige Kondition für das Kegeln holt, ist der Verein und die Kameradschaft ein ganz wichtiger Faktor im Umfeld des Sportkegelns.
Scheiber selbst zählt zu seinen größten Erfolgen eine Nominierung für die Jugend-Weltmeisterschaften und die zweimalige Einberufung ins Nationalteam für die Junioren-Weltmeisterschaften. Seine Aussage „ ... obwohl ich da nicht besonders gut gespielt habe“ spiegelt eine seiner größten Tugenden, die Bescheidenheit, wieder.
Ganz versteckt reckte der bodenständige Auswahlkegler vergangenen Sonntag im Finale der Tiroler Paarmeisterschaften die Faust ein wenig in die Höhe, als er mit neuem Bahnrekord mit 620 Kegel von der Bahn ging. Er heimste die Gratulationen dafür und für den Paarmeistertitel mit einem schüchternen Lächeln ein.
Armin Scheiber - ein Sportler und Vorbild, der sicherlich noch viel erreichen wird. Um mit den Worten von Obmann Klotz abzuschließen: „Einen besseren Kameraden kann man sich nicht vorstellen!“
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wa, 17.11.2010